Aus der Gründungszeit der Sängergesellschaft:

Im Jahre 1861 schlossen sich einige Männer in Hindelang zu einer privaten, losen Sängergesellschaft zusammen.

Sie wollten zur eigenen Freude und zur Unterhaltung der Einheimischen sowie der einzelnen Sommerfrischler singen und Theaterspielen,

aber auch die Geselligkeit untereinander pflegen.

Diese lose Vereinigung wurde am 6. Januar 1885 im Gasthof "Adler" in Hindelang zum Verein erhoben. Erster Vorstand

wurde Herr Kommerzienrat Albert Zillibiller.

Zu den Proben, welche in den Monaten Januar, Februar, März, April, Mai, November und Dezember jeden Samstag von

1/2 8 bis 9 Uhr stattfanden kamen durchschnittlich 20 Mann.

Ein Blick in die Chronik von 1886 bestätigt die Theatertradition der Sängergesellschaft.

Jährlich wurde am 6. Januar ein Stiftungsfest mit gesanglichen und theatralischen Einlagen gefeiert. Der von den Sängern

arrangierte maskierte Ball mit Gesangs- und Theateraufführungen sowie die Wiederholung am Fastnachtsdienstag waren schon damals Tradition.

Jeweils am 8. September 1887 und 1957 wurden neue Fahnen geweiht.

Bedingt durch die Anschaffung eines Klaviers wurden die Proben aus der Schule, wo sie 28 Jahre hindurch abgehalten

wurden, in das Vereinslokal zur Sonne verlegt.

Das Vereinsleben ruhte während des 1. Weltkrieges, da 19 aktive Mitglieder zum Kriegsdienst eingezogen waren.

1921 zählte der Verein 47 aktive und 50 passive Mitglieder.

 

 

Theaterfreudige Sängergesellschaft:

Wie schon eingangs erwähnt bildet das Theaterspielen seit den Anfängen im Jahre 1861 einen Schwerpunkt im Vereinsleben der Sängergesellschaft.

Man spielte in der Fastenzeit meist die "Passion", und Lustiges hatte seinen festen Platz im Jahresprogramm.

Beim "Hindelanger Bauerntheater" wechselten Gesangsspiele (1886 "Das Weib des Hallodrie", 1888 und 1951 "Der Paternosterkramer von Ettal", 1951 "Der Musterchor"),

mit  lustigen bäuerlichen Kommödien (1914 "Jägerblut", 1928 "Es muss eine Frau ins Haus", 1931 "Wildererblut",  1938 "Die fideleGerichtssitzung, 1955 "Der schwarze Peter", "Der verkaufte Großvater", "Die drei Blindgänger", 1967 "Da ist der Wurm drin", "Kurbetrieb beimKräuterblasi", 1978 erstmals im neuen Kurhaus: "Thomas auf der Himmelsleiter", 1979 "Fürst Wastl", in den folgenden Jahren: Die dreiEisbären, Die Ledigensteuer, Das sündige Dorf, Die hölzerne Jungfrau, Die Töchter Josephs, Seine Majestät der Kurgast, Der Schellenkrieg, usw.),

mit Theaterstücken in Ostrachtaler Mundart  wie ("Gstärgrindeg", "Spielwurz" usw.) einander ab.

 

 

Sangesfreudige Sängergesellschaft - Der Männerchor:

 

 

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